Arbeitsrechtliche Tipps für schwangere Frauen – 5+1 Fakten, die über die Kündigung gut zu wissen sind.

1. Der Arbeitnehmerin steht Kündigungsschutz während der Schwangerschaft, des 24 Wochen langen Schwangerschaftsurlaubs und der ersten sechs Monaten der Behandlung hinsichtlich der menschlichen Reproduktionsprozess zu.

2. Die Arbeitnehmerin kann sich auf die Schwangerschaft und auf die Teilnahme an dem menschlichen Reproduktionsverfahren als Kündigungsschutzgrund nur im Falle beziehen, wenn sie den Arbeitgeber darüber spätestens bei der Mitteilung der Kündigung informiert hatte.

3. Der Arbeitnehmerin steht der Kündigungsschutz bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes nur im Falle zu, falls sie unbezahlten Urlaub in Anspruch nimmt. Wenn sie in die Arbeit rückkehrt, erlischt der Kündigungsschutz.

4. Nach der Rückkehr, obwohl es keinen Kündigungsschutz gibt, darf jedoch das Arbeitsverhältnis der Mutter (bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes) durch Kündigung nur mit den folgenden Beschränkungen aufgehoben werden:
– wegen des sehr inkorrekten Verhaltens der Arbeitnehmerin in Verbindung mit dem Arbeitsverhältnis, dieses Verhalten es auch eine Kündigung mit sofortiger Wirkung begründete;
– aus einem Grund im Zusammenhang mit den Fähigkeiten der Arbeitnehmerin oder der Tätigkeit des Arbeitgebers, wenn es beim Arbeitgeber an der Arbeitsstelle keinen unbesetzten anderen Arbeitsbereich gibt, der den für den durch die Arbeitnehmerin besetzten Arbeitsbereich notwendigen Fähigkeiten sowie dem Abschluss bzw. der Arbeitspraxis der Arbeitnehmerin entspricht, oder wenn die Arbeitnehmerin das Angebot zur Beschäftigung in diesem Arbeitsbereich ablehnt.

4+1. Die Beschränkungen schützen nicht nur die Mutter, sondern auch den sein Kind allein erziehenden Vater.