Arbeitrechtliche Tipps für schwangere Frauen – 5+1 Fakten, die über den Arbeitskreis gut zu wissen sind

1. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der schwangeren Arbeitnehmerin einen anderen Arbeitskreis anzubieten, wenn die Arbeitnehmerin aufgrund eines ärztlichen Gutachtens in ihrem ursprünglichen Arbeitskreis nicht beschäftigt werden darf.

2. Der angebotene Arbeitskreis muss zum Gesundheitszustand der Arbeitnehmerin passend sein.

3. Wenn die Arbeitnehmerin den angebotenen Arbeitskreis annimmt und höherer Grundlohn den Arbeitnehmern im Arbeitskreis zusteht; muss dieser höhere Grundlohn auch der schwangeren Frau ausgezahlt werden.

4. Wenn ein niedrigeres Lohnniveau zum neuen Arbeitskreis gehört, soll die Arbeitnehmerin ihren Grundlohn dem ursprünglichen Arbeitsvertrag gemäß erhalten.

5. Wenn der Arbeitgeber keinen passenden Arbeitskreis anbieten kann, muss die Arbeitnehmerin von der Arbeitsverrichtung befreit werden und während der Zeitdauer der Befreiung der im Arbeitsvertrag bestimmte Grundlohn bekommen.

5+1. Wenn der Arbeitgeber einen Arbeitskreis angeboten hat aber die Arbeitnehmerin ihn ohne einen triftigeren Grund nicht angenommen, steht der Arbeitnehmerin für die Zeitdauer der Befreiung kein Grundlohn zu.